Mandelsteine entfernen

Mandelentzündung

Nicht selten steckt hinter Schluckbeschwerden und Halsschmerzen die chronische oder akute Mandelentzündung. In den Körper können schließlich Krankheitserreger über Nase und Mund eindringen. Die Mandeln werden dabei passiert und im Rachenraum befinden sich die Gaumenmandeln hinter den seitlichen Gaumenbögen. Zu der Gruppe von den speziellen Geweben gehören die Gaumenmandeln und dies ist der lymphatische Rachenring. Dieser Rachenring hat die Aufgabe, dass die oberen Atemwege vor dem Eindringen der Viren und Bakterien geschützt wird. Auch die Nasen-Rachen-Mandeln gehören zu dem Rachenring sowie die Zungengrundmandeln und die Seitenstränge bei der seitlichen Rachenhinterwand. Wenn der Immunschutz nicht ausreichend funktioniert, können sich in den Geweben von dem lymphatischen Rachenring die Viren und Bakterien vermehren. Wenn das Gewebe dann anschwillt, entstehen Schluckbeschwerden und Halsschmerzen.

Die Gaumenmandeln haben neben weiteren Geweben und Organen des Körpers die Funktion, dass in den ersten Lebensjahren das Immunsystem ausgebildet wird. Ein Körper kann dabei lernen, dass die schädlichen und körperfremden Stoffe abgewehrt werden. Besonders gehören hier Bakterien und Viren dazu. Von dem ersten bis zu dem dritten Lebensjahr werden die Mandeln immer größer. Allmählich bilden sie sich dann bei der Pubertät wieder zurück. Im Anschluss wird keine entscheidende Funktion mehr von den Mandeln ausgeübt.

Schon im Vorschulalter können sie bei einer chronischen Mandelentzündung wenig für den Immunschutz bewirken. Für die Keimbesiedelung stellen sie sogar einen optimalen Nährboden dar und es kommt zur chronischen Infektion. In dem Stadium macht es Sinn, wenn die Mandeln entfernt werden. Eine Mandelentzündung wird gerne auch als Angina tonsillaris und als Tonsillitis bezeichnet. Zu unterschieden sind die chronische und akute Form. Die chronische Form der Mandelentzündung liegt vor, wenn durch Bakterien dauerhaft die Gaumenmandeln entzündet sind. In der Regel werden hier keine oder nur wenige Beschwerden verursacht. Bei der akuten Mandelentzündung gibt es bei den Gaumenmandeln die plötzlich einsetzende Entzündung. Verursacht wird diese Mandelentzündung durch Bakterien oder Viren und sie tritt überwiegend bei jungen Erwachsenen und Kindern auf.

 

Der Mandelentzündung vorbeugen

Nur indirekt ist es möglich, dass einer Mandelentzündung vorgebeugt wird. Wichtig sind die Stärkung von dem Immunsystem und dies durch vitaminreiche, ausgewogene Ernährung und auch durch regelmäßigen Sport. Am besten werden Stoffe vermieden, wo die Schleimhäute gereizt werden. Mit dazu gehören Alkohol, Staub und Rauch der Zigaretten. Sogar wenn eine Mandelentzündung besteht, kann der Verschlechterung von den Beschwerden vorgebeugt werden.

 

 

Die Symptome der Mandelentzündung

Symptome einer akuten Mandelentzündung

Die Symptome hängen davon ab, ob es sich um einen chronischen Verlauf oder um eine akute Form handelt. Die akute Mandelentzündung kann Ursache für geschwollene Lymphknoten, Fieber sowie Schluck- und Halsbeschwerden sein. Bei den zunehmenden Schmerzen innerhalb des oberen Halsbereichs liegt die akute Mandelentzündung vor. Die Schmerzen strahlen oft bis zu den Ohren aus und dies durch Öffnen des Mundes und beim Schlucken. Auch allgemeine Symptome gehören zu der Mandelentzündung und so plötzlich hohes Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Die Stimme kann oft belegt klingen und der Speichelfluss kann vermehrt sein. Es gibt einige Erkrankungen, welche ähnliche Symptome verursachen. Mit dazu gehören Angina Plaut-Vincenti, Herpangina, Diphtherie, Scharlach und pfeifferisches Drüsenfieber. Akute Symptome werden selten bei der chronischen Mandelentzündung gefunden. Manchmal können unangenehmer Geschmack und leichte Schluckbeschwerden auftreten. Die chronische Mandelentzündung äußert sich oft auch durch die verminderte Konzentration- und Leistungsfähigkeit. Oft werden keine Schmerzen verursacht, obwohl die Halslymphknoten dauerhaft geschwollen sind. Folgekrankheiten sind durch eine Mandelentzündung möglich und so kann alarmierte Abwehrzellen das körpereigene Gewebe angreifen und es können andere Organe besiedelt werden. Bei weiteren Organen sind Entzündungen daher möglich.

 

 

Die Ursachen einer Mandelentzündung

Die akute Mandelentzündung entsteht meist durch Infektionen mit gewissen Viren oder Bakterien-Stämmen. Meist wird die Mandelentzündung durch Streptokokken der Gruppe A ausgelöst. Etwas seltener können auch weitere Bakterien Auslöser sein und so Haemophilus influenzae, Staphylokokken oder Pneumokokken. Eine Mandelentzündung kann begünstigt werden durch Abwehrschwäche und den geschwächten Allgemeinzustand. Erkrankungen oder Stress sind Ursachen für den geschwächten Immunschutz. Eine mehrmalige akute Mandelentzündung führt nicht selten zu der chronischen Mandelentzündung. Bei dem chronischen Verlauft gibt es die dauerhafte Entzündung von dem Mandelgewebe. Die Entzündung der Mandeln ist dann anhaltend, weil sich abgestorbene Zellen und Bakterienprodukte bei den Schleimhautvertiefungen von dem Mandelgewebe ablagern. Das Gewebe zerklüftet und vernarbt damit. Nachdem die Mandelentzündung per Tröpfcheninfektion übertragen werden kann, ist sie ansteckend. Durch Speichel, Niesen oder Husten können infizierte Personen die Mandelentzündung übertragen. Bei der Mandelentzündung liegt die Inkubationszeit dann meist bei 1 bis 3 Tage.

 

 

Welche Komplikationen sind möglich?

Komplikationen sind bei einer Mandelentzündung möglich. Bei einem akuten Verlauf gibt es oft die starke Vergrößerung der Mandeln und als Folge gibt es dann oft Atemnot. Bei Kindern ist besonders Vorsicht geboten, denn schon in dem gesunden Zustand sind die Mandeln vergrößert und die Atemnot wird erschwert. Bei dem chronischen Verlauf gibt es nicht selten Komplikationen durch die Krankheitskeime, denn ständig sind Bakterien durch die chronische Infektion vorhanden. Es können aufgrund der entzündeten Mandeln damit auch Folgeerkrankungen entstehen. Ist die Mandelentzündung durch Streptokokken bedingt, dann gibt es oft schubweise verlaufende Hauterkrankungen, Entzündungen der Gelenke, Herz- oder Nierenentzündungen und rheumatisches Fieber. Bei betroffenen Organen können dauerhafte Schäden zurückbleiben. Als Komplikation können sich bei der chronischen und auch bei der akuten Form Abszesse bilden. Im umgebenden Gewebe kann sich daher Eiter ansammeln und es wird von dem Peritonsillar-Abszess gesprochen. Bei dem weichen Gaumen gibt es dann die ungleichmäßige Vorwölbung, es gibt die erschwerte, schmerzhafte Mundöffnung, die Schluckunfähigkeit oder die starken Schluckschmerzen. Oft können die Mandeln stark geschwollen sein und zur Gegenseite werden dann die Gaumenzäpfchen verdrängt. Gefährlich kann sein, wenn die Keime in die Blutbahn gelangen und sich dann in dem Körper ausbreiten. Nicht selten können dabei schwere Erkrankungen entstehen und bildet sich ein Abszess, muss oft kurzfristig operiert werden.

 

 

Die Diagnose bei der Mandelentzündung

 

Besteht der Verdacht auf die Mandelentzündung, können die Ärzte schnell mit den typischen Symptomen und Beschwerden die Diagnose erstellen. Handelt es sich um die akute Form, dann wird bei den Patienten in den Mund geblickt. Das Kennzeichen sind dann die Eiterbeläge auf der Oberfläche sowie die geschwollenen und geröteten Gaumenmandeln. Der Hals wird oft abgetastet und bei den geschwollenen Lymphknoten kommt es dann oft zu Schmerzen. Die Zunge kann dabei auch belegt sein und die Gaumenbögen können ebenfalls gerötet sein. Meist erfolgt die Blickdiagnose und weniger erforderlich ist die Blutuntersuchung. Besteht der Verdacht der chronischen Mandelentzündung, kann auch ein Rachenabstrich durchgeführt werden. Der Verdacht kann immer durch den Blick in den Mund noch bestätigt werden. Bei dem chronischen Verlauf werden kaum Symptome hervorgerufen und so sind die Mandeln oft lediglich narbig verändert. Es gibt dabei verkleinerte oder auch vergrößerte Gaumenmandeln. Bei einem Druck kann sich eine krümelige Masse auch Mandelsteine genannt oder Eiter aus ihnen entleeren. Ein Abstrich von der Oberfläche der Mandeln kann die Diagnose bestätigen.

 

 

Welche Therapie ist möglich?

Behandlung von Mandelentzündung

Abhängig von dem Verlauf der Beschwerden sind verschiedene Therapien möglich. Liegt die akute Entzündung vor, dann gibt es zunächst die fieber- und schmerzsenkenden Medikamente, wo beispielsweise Ibuprofen oder Paracetamol enthalten sind. Mit Hilfe von Eis oder kalten Getränken lassen sich die Schluckbeschwerden lindern. Wird Nahrung aufgenommen, sollte diese nicht stark gewürzt und weich sein. Am besten wird viel getrunken und auf Fruchtsäfte wird aufgrund der Säuren besser verzichtet, weil die Mandeln gereizt werden. Auf Rauchen wird besser verzichtet, weil die Symptome damit verschlechtert werden. Bis dann die akute Form wieder komplett ausgeheilt ist, dauert es etwa ein bis zwei Wochen. Wird die Entzündung von Bakterien ausgelöst, dann wird oft Antibiotikum als Therapie verschrieben und oft hierbei Penicillin. Der Heilungsverlauf wird mit Antibiotikum beschleunigt, doch die Verschlimmerung der Beschwerden kann nicht verhindert werden. Nicht selten können sich eitrige Entzündungen zu einem Abszess weiterentwickeln. Wirkt gegen die Bakterien das Antibiotikum nicht oder die Behandlung erfolgt zu spät, kann der Abszess auftreten.

Wird Antibiotikum rechtzeitig eingenommen, dann können Folgeerkrankungen beispielsweise an Nieren oder Herz seltener ausgebildet werden. Kommt es mehrmals zu einer Mandelentzündung, dann können die Mandeln operativ entfernt werden. Es gibt auch Hausmittel, welche bei der Entzündung der Mandeln helfen können und so gibt es desinfizierende und entzündungshemmende Gurgellösungen mit Kamille oder Salbei. Gerade begleitende Symptome können damit gut therapiert werden und so beispielsweise Halsschmerzen. Auch der eigentliche Heilungsprozess kann damit unterstützt werden. Meist gibt es eine gute Prognose bei dem akuten Verlauf und akute Fälle können daher innerhalb von etwa 1 bis 2 Wochen wieder folgenlos ausheilen. Besteht der chronische Verlauf, dann bleibt die Entzündung auch dauerhaft bestehen. Werden die Gaumenmandeln entfernt, können die Symptome in der Regel verbessert werden. Durch das Entfernen gibt es den besseren Gesundheitszustand, das bessere Allgemeinbefinden und eine bessere Prognose

 Made in Germany

Tracking Pixel